Umweltministerkonferenz: BÖLW fordert Agrar-Umwelt-Budget
„Bund und Länder müssen GAP-Vorschläge korrigieren“
Anlässlich der morgen beginnenden Umweltministerkonferenz fordert der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) die deutschen Umweltminister auf, sich für mehr Klima-, Umwelt- und Artenschutz in der europäischen Agrarpolitik einzusetzen. Der Verband warnt, die aktuellen Vorschläge der EU-Kommission zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) könnten zentrale Fortschritte der vergangenen Jahre zurückdrehen.
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„Ohne ein verbindliches GAP-Budget für Umweltleistungen droht eine massive Absenkung der Standards“, warnt Thomas Lang, Vorstand Landwirtschaft beim BÖLW. „Durch die Renationalisierung der Mittelvergabe besteht die Gefahr, dass der Mitgliedstaat mit dem niedrigsten Umweltniveau bei einem Unterbietungswettbewerb gewinnen wird.“ Der Ökolandbau würde dabei „zum Feigenblatt verkommen“, anstatt als europaweites Leitbild für die Landwirtschaft zu dienen.
Der BÖLW fordert deshalb ein verbindliches Nachhaltigkeits-Budget innerhalb der GAP, um Umweltleistungen von Betrieben einkommenswirksam zu honorieren. „Wenn die Mittel der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler dafür nicht eingesetzt werden, darf sich niemand über Stille über den Feldern und tote Gewässer wundern“, so Lang.
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