Tierhaltung

Bio-Verbände starten ‚Taskforce Dürre‘

Mit gebündelten Kräften gegen die Futter-Knappheit

Bio-Verbände starten ‚Taskforce Dürre‘

Die deutschen Bio-Anbauverbände reagieren auf die angespannte Futtermittelsituation: Bioland, Naturland, Demeter, Biokreis, Biopark, Ecoland, Gäa und der Verbund Ökohöfe haben gemeinsam eine ‚Taskforce Dürre‘ ins Leben gerufen. Fachleute der beteiligten Verbände bündeln darin ihre Expertise, um Bedarfe aus Dürre-Regionen mit verfügbaren Futterressourcen zusammenzubringen und ihre Mitgliedsbetriebe bei der Suche nach Futtermittelquellen zu unterstützen.

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Agrarpolitik

Auf Dürreschäden folgen höhere Flächenprämien

Verbände kritisieren Verschärfung struktureller Probleme

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) hat angekündigt, die Direktzahlungen an landwirtschaftliche Betriebe von rund 4,1 Milliarden Euro 2026 auf 4,9 Milliarden Euro im Jahr 2027 zu erhöhen, um Ernteausfälle zu kompensieren. Bisher wurden diese Mittel genutzt, um Agrarumwelt- und Ökosystemleistungen zu honorieren. Bio-Verbände kritisieren die fehlende Wirksamkeit und Vorsorge einer solchen pauschalen Dürrehilfe.

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Umwelt

Trotz Dürre: Ökolandbau schützt im Jahr 2025 über 2,7 Milliarden Kubikmeter Wasser

Bio-Wasseruhr zeigt Nutzen der Bio-Landwirtschaft angesichts bedrohter Grundwasserspeicher

Trotz Dürre: Ökolandbau schützt im Jahr 2025 über 2,7 Milliarden Kubikmeter Wasser

Öko-Flächen wirken wie ein Schwamm und lassen das Regenwasser mehr als doppelt so gut in die Grundwasserspeicher einsickern wie konventionelle Flächen, betont die Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser. Laut ihrer Bio-Wasseruhr konnte der Ökolandbau im vergangenen Jahr über 2,73 Milliarden Kubikmeter sauberes Wasser für die Allgemeinheit sichern. Durch den Verzicht auf Ackergift seien gleichzeitig bis zu 1,8 Milliarden Euro an Wasseraufbereitungskosten gespart worden.

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Markt

Bio-Ernte 2026: Weizen durchschnittlich, Hafer und Gemüse unter Druck

Hitze und Trockenheit setzen Sommerungen zu

Die Bio-Ernte fällt 2026 durchwachsen aus. Nach Einschätzung der Agrarmarkt Informationsgesellschaft (AMI) liegen die Erträge bei Winterungen wie Winterweizen, Roggen und Gerste auf einem durchschnittlichen Niveau, während die Ernte bei Sommerungen unterdurchschnittlich ausfalle. Hafer, Sommergetreide und Gemüse litten unter der Dürre.


Agrarpolitik

Grüne: Rainer muss Landwirtschaft krisenfester machen

Ophelia Nick kritisiert Minister für Ausblenden des Klimawandels

Die anhaltende Trockenheit setzt der Landwirtschaft zunehmend zu. Baden-Württemberg und Bayern haben für Bio-Bauern den Katastrophenfall ausgerufen, wonach sie nach EU-Öko-Verordnung bestimmtes konventionelles Futter einsetzen dürfen. Landwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) hat am Mittwoch im Bundeskabinett über die Folgen der Dürre berichtet – dabei jedoch das Stichwort Klimawandel ausgespart. Ophelia Nick, Grünen-Sprecherin für Landwirtschaftspolitik, vermisst dauerhafte Lösungsansätze.

14.08.2026Politikmehr...

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