Markt

Konzernmacht gefährdet Recht auf Nahrung

Konzernmacht gefährdet Recht auf Nahrung © stock.adobe.com/alexkich

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In seinem aktuellen Bericht warnt der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Michael Fakhri, vor der zunehmenden Konzentration von Marktmacht bei wenigen transnationalen Konzernen, die politisch immer größeren Einfluss haben und bestimmen, was an Lebensmitteln produziert und konsumiert wird. Diese Machtfülle habe gravierende Folgen für Umwelt und Gesundheit und untergrabe das Recht auf Nahrung systematisch.

Gerade einmal ein Prozent der industriellen Landwirtschaftsbetriebe verfügen inzwischen laut Bericht über 70 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Gleichzeitig kontrollieren vier Unternehmen mehr als die Hälfte des kommerziellen Saatgutmarktes und über 60 Prozent des Pestizidmarktes: namentlich die deutschen Konzerne Bayer und BASF sowie Syngenta und Corteva. Ähnlich dominant sei eine kleine Zahl von Anbietern bei Düngemitteln, Landmaschinen und Tierarzneien. Der Sonderberichterstatter sieht darin eine Hauptursache für Hunger und Mangelernährung.

Der Report beschreibt außerdem die gesundheitlichen Auswirkungen des aktuellen Ernährungssystems, die auch in Deutschland spürbar sind: Hochverarbeitete Produkte verdrängen vielerorts frische Lebensmittel, fördern Überkonsum und erhöhen das Risiko für nicht übertragbare Krankheiten wie Diabetes.

Fakhri zeigt in dem Bericht auch Handlungsmöglichkeiten auf. So müssten Monopole reguliert, das Wettbewerbsrecht konsequent durchgesetzt und das Unternehmensrecht strenger werden. Öffentliche Gelder sollten gezielt in agrarökologische Programme fließen und ungesunde Lebensmittel höher besteuert werden – anstelle der Subvention industrieller Großprojekte. 

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