Neue Gentechnik
Einzelhandel fordert Nachbesserungen bei NGT-Regulierung
Abstimmung im Umweltausschuss auf Juni verschoben
Kennzeichnung bis zum Endprodukt, Rückverfolgbarkeit und Schutz der europäischen Bauern und Züchter vor Patenten: Das fordert eine Allianz des europäischen Lebensmitteleinzelhandels, bestehend aus Rewe-Gruppe, Alnatura, Dennree, dm, EcorNaturaSì (Italien), Odin (Niederlande) sowie dem Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG), in einem gemeinsamen Schreiben an den Umweltausschuss (ENVI) des EU-Parlaments. Die Abstimmung im ENVI über den aktuellen Entwurf zur Regulierung Neuer Gentechnik (NGT) sollte eigentlich heute stattfinden, wurde jedoch kurzfristig in den Juni verschoben.
Die Handels-Unternehmen warnen, dass der vorliegende Kompromiss, der zwischen den EU-Institutionen im Trilog ausgehandelt wurde, funktionierende und transparente Lebensmittelmärkte beeinträchtigt.
Daher fordern die Unterzeichner die Abgeordneten des Umweltausschusses dazu auf, zur ursprünglichen Position des Europäischen Parlaments zurückzukehren und:
- eine verpflichtende Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit für alle NGTProdukte sicherzustellen
- einen wirksamen Schutz vor Patenten auf Pflanzen und Saatgut zu gewährleisten.
Im Trilog waren diese Leitplanken gestrichen worden.
„Wir begrüßen es sehr, dass sich unsere Mitglieder im Einzelhandel auf die Seite der europäischen Verbraucherinnen und Verbraucher stellen, die sich in überwältigender Mehrheit eine Kennzeichnung auch von neuen Gentechniken wünschen“, sagt die Demeter-Vorständin Ute Rönnebeck. „Jetzt hoffen wir, dass auch das europäische Parlament im Namen der Verbraucher:innen arbeiten wird.“


