Linda wieder da
Beliebte Kartoffel bleibt den Bio-Bauern erhalten
Der Einsatz des Freundeskreises für die Kult-Kartoffel „Linda“ hat sich gelohnt. Nachdem im Sommer letzten Jahres schon in Großbritannien dem Antrag auf Neuzulassung von Linda stattgegeben wurde, hat nun auch das Bundessortenamt in Hannover grünes Licht für Linda gegeben. „Das ist ein schöner Erfolg für Bauern und Verbraucher. Wir haben einen langen Atem gehabt und nicht aufgegeben“, erklärt Karsten Ellenberg, Bioland-Bauer in Barum (Kreis Uelzen), der für den Freundeskreis den Antrag auf Neuzulassung gestellt hat.
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Der Streit um die beliebte Kartoffel hatte seit 2005 großes Aufsehen erregt. Der Kartoffelzüchterkonzern „Europlant“ hatte kurz vor Ablauf der Sortenschutzzeit (für Kartoffeln 30 Jahre) die Zulassung für Linda zurückgezogen, um Linda vom Markt zu nehmen. Damit war es Bauern plötzlich nicht mehr erlaubt, Linda als Pflanzkartoffel weiter zu vermehren. „Während einige Lobbyisten der Agrarindustrie Linda beerdigen wollten, haben unsere Bauern Zivilcourage gezeigt. Sie haben Linda weiter vermehrt und wir haben uns auf einen harten politischen und rechtlichen Streit eingelassen“, betont Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und der IG Nachbau und einer der Gründer des Linda-Freundeskreises. Prominente wie Veronika Ferres, Alfred Biolek, Ulrich Wickert und Politiker von Christian Wulff über Sigmar Gabriel bis Bärbel Höhn wurden zu öffentlich bekennenden Linda-Fans.