Mindestzuckergehalt von Limonaden soll gestrichen werden
Öffentliches Anhörungsverfahren der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission startet
Der Fachausschuss Getränke, das für Erfrischungsgetränke zuständige Expertengremium der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission (DLMBK), hat die sogenannten Leitsätze für Erfrischungsgetränke überarbeitet. So soll der bisher geltende Mindestzuckergehalt von Limonaden gestrichen werden.
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Der Leitsatzentwurf des Gremiums, dem Vertreter der Verbraucherschaft, der Wissenschaft, der Lebensmittelüberwachung der Länder sowie der Lebensmittelwirtschaft angehören, beschreibt nun nur einen üblichen Gesamtzuckergehalt von 7 Gramm pro 100 Milliliter oder mehr bei Limonaden
Bundesernährungsministerin Julia Klöckner begrüßt die Überarbeitung. „Wir haben das klare Ziel, den Zuckergehalt in Fertiglebensmitteln und auch Erfrischungsgetränken deutlich zu reduzieren“, erklärt sie. „Mit unserer Nationalen Innovations- und Reduktionsstrategie sind wir hierbei auf einem guten Weg.“ In zahlreichen Produkten werde der Gehalt von Salz, Zucker und Fett bereits kontinuierlich verringert Der neue Leitsatzentwurf sei eine wichtige und notwendige Öffnung zur Marktentwicklung im Sinne der Reduktionsstrategie.
Heute startet das öffentliche Anhörungsverfahren zum Leitsatzentwurf für Erfrischungsgetränke. Es besteht die Möglichkeit, Stellungnahmen dazu abzugeben. Anschließend berät der Fachausschuss darüber und bereitet eine Beschlussfassung vor.
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Zucker-Mindestgrenze für Limonaden wird gestrichen
Seit Jahren wehrt sich der Bio-Getränkehersteller Lemonaid gegen eine Regelung der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission: Demnach mussten Limonaden mindestens sieben Prozent Zucker enthalten. Weil keines der Lemonaid-Getränke diesen Anteil erreicht, gab es mehrfach Abmahnungen vom Verbraucherschutz – und kreative Protest-Reaktionen vom Hersteller. Jetzt wurde der Passus zur Zucker-Mindestmenge gestrichen.
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Mehr als fünf Gramm Zucker pro 100 Milliliter
© Foodwatch
Getränke, die sich besonders an Kinder richten, enthalten weiterhin zu viel Zucker. Das ist das Ergebnis einer neuen Marktstudie der Verbraucherorganisation Foodwatch. Untersucht wurden 136 Limos, Energydrinks und Fruchtsaftgetränke bei Edeka, Rewe, Aldi, Lidl und Kaufland, deren Verpackung Kinder und Jugendliche anspricht. 117 davon hatten einen Zuckergehalt von über fünf Gramm pro 100 Milliliter, im Schnitt enthielten die Produkte 7,8 Prozent Zucker.
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Dem Bio-Getränkehersteller Lemonaid droht erneut die Verbannung seiner Limonaden aus Cafés und Supermarktregalen. Das Bonner Verbraucherschutzamt bemängelt den zu geringen Zuckergehalt der Sorte Maracuja und beruft sich dabei auf die Leitsätze für Erfrischungsgetränke des Deutschen Lebensmittelbuches. Demnach darf ein Getränk nur Limonade heißen, wenn mindestens sieben Prozent seines Gewichts aus Zucker bestehen. Eine Laboruntersuchung habe aber ergeben, dass in der Maracuja-Limonade nur 5,6 Prozent Zucker stecken.
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