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Hessischer Staatssekretär besucht Dottenfelder Hof
Gespräch über biologische Pflanzenzucht und Saatgutpolitik
© VÖL Hessen
Beim Besuch auf dem biologisch-dynamischen Dottenfelder Hof in Bad Vilbel hat sich der hessische Staatssekretär Daniel Köfer über die Arbeit im ökologischen Landbau informiert. Vertreter der Branche betonten dabei die Bedeutung regionaler Pflanzenzüchtung und unabhängiger Agrarsysteme. Auch die geplante Anpassung des EU-Gentechnikrechts wurde kritisch diskutiert.
Carl Vollenweider, Co-Geschäftsführer der Dottenfelder Bio-Saat GmbH, präsentierte die Getreidezüchtungsforschung des Hofes. Die ökologische Pflanzenzüchtung fördere genetische Vielfalt und erhalte die natürliche Reproduktionsfähigkeit der Pflanzen, erklärte er. Kritisch äußerte er sich zugleich zu aktuellen Plänen der EU zur Anpassung des Gentechnikrechts. Für den Ökolandbau seien klare Koexistenzregeln, verursachergerechte Haftungsfragen und eine rechtssichere Einschränkung von Patenten auf Saatgut notwendig.
Auch Tim Treis, Sprecher der Vereinigung Ökologischer Landbau in Hessen e.V. (VÖL), betonte die Bedeutung regionaler Züchtungsarbeit. Ziel müsse die Entwicklung klimafitter Sorten für die Landwirtschaft in Hessen sein – und nicht die Abhängigkeit von globalen Konzernen. Zudem gehe es darum, die Landwirtschaft unabhängiger von importierten Betriebsmitteln wie mineralischen Düngemitteln zu machen. Der Ökolandbau setze hier auf geschlossene Nährstoffkreisläufe.
Bereits im Februar hat die VÖL Hessen ein ‚10-Punkte-Papier für eine resiliente hessische Landwirtschaft‘ vorgelegt. Darin formuliert der Verband Vorschläge zur Stärkung der Landwirtschaft und zur weiteren Förderung des Ökolandbaus im Land.


