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Bio-Genuss aus der Toskana

LaSelva liefert italienische Bio-Spezialitäten von Wein bis Pesto

Bio-Genuss aus der Toskana

Seit den 90er Jahren kreiert der toskanische Bio-Hersteller LaSelva zahlreiche Feinkost-Produkte aus Gemüse, Kräutern und Obst: ob Tomatensaucen, Oliven, Antipasti, Pesto und Pasta oder Zitrusmarmeladen, Essig und Olivenöl. ‚Nichts weglassen – nichts hinzufügen‘ lautet das Motto bei der Rezepturentwicklung in der hofeigenen Manufaktur, aus der mittlerweile auch deutsche Einzelhändler beliefert werden.


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Im Jahre 1978 zog Karl Egger aus München in die südliche Toskana, wo er begann, auf natürliche Art und Weise Obst und Gemüse sowie Feldfrüchte anzubauen. Wenig später war Egger Mitbegründer des Bio-Anbauverbands Naturland und 1984 ist LaSelva der erste Naturland-Betrieb im Ausland.

„Ich wollte raus, die Jahreszeiten erleben und endlich wieder Lebensmittel genießen, die ihren Namen verdienen und so schmecken, wie ich sie aus meiner Kindheit in Erinnerung hatte: natürlich, intensiv und unverfälscht“, erinnert sich Egger an seine lebensverändernde Entscheidung.

Anfang der 90er Jahre liefen in der Hofmanufaktur die ersten eigenen Antipasti im Glas vom Band. Seit Ende 2018 ist der Landwirtschaftsbetrieb mit Naturland Fair zertifiziert und wurde damit für sein öko-soziales Engagement der letzten Jahrzehnte belohnt. Die Geschäftsführung liegt mittlerweile bei dem Ingenieur für Lebensmitteltechnologie Christian Stivaletti sowie Eggers Töchtern Elodie und Caroline.

Heute ist nicht nur die Fläche des Landguts von anfänglich sieben auf über 600 Hektar angewachsen, sondern LaSelva arbeitet auch landesweit mit anderen italienischen Bio-Betrieben als Zulieferer zusammen. Dazu kommen traditionelle Verarbeitungsbetriebe für die landestypischen Zusatzsortimente. Zum Netzwerk gehören zum Beispiel zwölf Tomaten-Bauern und ein Anbaubetrieb für Basilikum in der Toskana, eine Ölmühle in Kalabrien, Olivenbauern und eine traditionelle Caffè-Rösterei in Apulien sowie ein Pastificio in der Nähe von Arezzo in der Toskana.

Zirka 95 Prozent der Rohstoffe für die eigene Verarbeitung kommen auch aus dem eigenen Anbau oder zumindest italienischer Bio-Landwirtschaft. Es werden Gemüse, Kräuter und Obst aus zirka 80 Kulturen in unternehmenseigener Regie unter anderem zu Tomatenspezialitäten, Pesto, mediterranen Kochzutaten, Bruschetta, Gemüsecremes, Antipasti und Wein verarbeitet. Mehr als 200 verschiedene Feinkostprodukte gibt es im Sortiment und um die eine Million Naturkost-Gläser werden jährlich aus der Manufaktur LaSelva verkauft. Dazu kommen 21 Millionen Gläser, die im unternehmenseigenen Verarbeitungsbetrieb La Dispensa di Campagna abgefüllt werden.

Rund 280 Mitarbeiter arbeiten auf dem Landgut in der Toskana, in La Dispensa di Campagna und im internationalen Vertrieb der LaSelva Toskana Feinkost Vertriebs GmbH in Gräfelfing bei München. Zirka 100 Angestellte haben unbefristete Verträge, alle Mitarbeiter würden nach Tarif bezahlt und kämen aus dem lokalen Umfeld.

LaSelva ist neben dem Heimatmarkt Italien auch in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Skandinavien, Frankreich, in den Benelux-Ländern, Polen, Tschechien, Estland, Japan und in den USA erhältlich. Die LaSelva Toskana Feinkost Vertriebs GmbH liefert ihre Spezialitäten primär in den Naturkostfachhandel, aber auch in Reformhäuser, an ausgewählte Lebensmittelkaufleute sowie den Feinkost- und Weinhandel. Der Hersteller unterhält zudem einen Online-Shop und bedient auch den Vertriebsbereich Private Label.

Auf der Biofach 2023 präsentierte LaSelva den Besuchern unter anderem seine neue Polpa aus gelben Tomaten, die unter dem Namen ‚Pomi d’oro‘ (auf Deutsch ‚Goldäpfel‘) verkauft wird. Dazu konnten sie verschiedene Salat-Cremes, eingelegte Peperoni und andere Antipasti probieren und sich einen italienischen Bio-Espresso genehmigen.

Lena Renner

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